Projekt: Kompetenzmanagement - Stärken ausbauen, Leistungspotenziale fördern
Kunde: Multimedia-Agentur
1. Ausgangslage
Die 2006 erstellte Diagnose einer auf Wachstum ausgerichteten mittelständischen MM-Agentur hat eine Grundspannung zwischen der alltäglichen Arbeit für den Großkunden („..die rufen mal eben an und dann bekommen die eine Lösung, die meistens funktioniert“) auf der einen und der Anforderung nach mehr Systematik und einem erforderlichen Kompetenzerwerb auf der anderen Seite aufgezeigt.
Eine Stimmungskrise ist festzumachen an der vorherrschenden Neigung einer an akuten Problemfeldern orientierten Unternehmensführung. Charakteristisch ist die ausgeprägte Aufgabenorientierung aller Führungskräfte.
2. Die Herausforderung für die Beratung
Der Berater hat der Geschäftsleitung zwei Entwicklungsstränge zur Umsetzung empfohlen:
Das Thema Leitbild und Strategie vorantreiben, da nur über eine klare Ausrichtung nach innen und außen Veränderungsmaßnahmen begründet und konsequent umgesetzt werden können. Personalentwicklung (PE) als ein operatives System zur Kompetenzerfassung und Kompetenzenförderung anlegen.
Das PE-System sieht in standardisierter Form sowohl Stellenprofile als auch Kompetenzprofile mit vier Kompetenzfeldern vor:
> Fachliche Ausbildung und Fertigkeit
> Fähigkeiten der methodischen Umsetzung und Erfahrungswissen
> Sozial- und kommunikative Kompetenzen
> Personale Einstellungen (personale Kompetenzen)
Als operatives Ausführungsinstrument dient das Mitarbeiter-Entwicklungsgespräch, welches alle sechs Monate von der zuständigen Führungskraft durchgeführt wird.
3. Das Zwischenresümee
Dieses PE-System ist seit dem Sommer 2006 eingeführt und bietet dem Unternehmen verlässliche Planungsgrundlagen zu den vier Kompetenzfeldern. Das Unternehmen kann seitdem präzise einschätzen, welche hoffnungsvollen Talente eine Perspektive bieten und wie diese Talente individuell gefördert werden können. Alle Führungskräfte sind inzwischen mit den Anforderungen an eine personenorientierte Führung vertraut und über die Heranbildung von Kompetenzstandards auf allen Positionen verbessert sich das Kompetenzniveau kontinuierlich. Die individuell zugeschnittenen Instrumente wirken über den reflektorischen Prozess positiv auf die Einstellungen und Motive der Beschäftigten.